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Die 11 schlimmsten Internet Betrügereien auf die so mancher noch hereinfällt

Betrugsmachen im Internet, wie der nigerianische E-Mail Betrug, sind immer noch ein Riesengeschäft. Weltweit kassierten diese Betrüger mehr als $13 Milliarden von ahnungslosen naiven Menschen.

Alle Betrugsmaschen im Netz ähneln sich auf fundamentaler Weise: Jemand offeriert Ihnen etwas gratis, in den meisten Fällen eben Geld. Andere kostenlose Offerten umfassen aber auch sexuelle Avancen und Heiratsanträge, Schlankmachwunderpillen, alle möglichen Mittelchen gegen Herpes, Haarausfall, Orangenhaut, usw.

Aufgepaßt: Nicht alles was Sie im Internet lesen entspricht auch der Wahrheit. Zu Ihrer Unterhaltung, aber auch zur generellen Aufklärung, haben wir hier die meiner Meinung nach 11 schlimmsten Internet Betrügereien zusammengestellt.

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1. Der nigerianische E-Mail Betrug

Man bekommt folgende E-Mail:

„Mein Name ist Mr. Paul Okavango“, so die Begrüßung. „Ich bin der persönliche Anwalt Ihres Landsmanns Mr. Benjamin Lecter, der für eine große Ölfirma in Nigeria gearbeitet hatte. Am 21. April kamen mein Klient und seine ganze Familie bei einem tragischen Autounfall ums Leben.“

Um so überraschender, das der unbekannte Landsmann nicht nur steinreich war, sondern das man gerade Sie als alleinigen Erben unter Millionen von Menschen ausfindig machen konnte! Es gibt nur eine Kleinigkeit die Sie tun müssen: Der Gute Mr. Okavango braucht von Ihnen Ihre Kontoinformationen um… ja, nicht um Sie reich zu machen sondern sein Schwarzgeld darauf zu parken! Gleichzeit wird aber auch versprochen, daß Sie die Hälfte des Geldes behalten können.

Sie sind total aus dem Häuschen und können sich jetzt gut vorstellen ein Haus, ohne Hypothek, sofort in Bar, usw. zu kaufen…

Nach ein paar Emails hin und her passiert jedoch etwas Lustiges: Der gute Mr. Okavango fragt bei Ihnen an, ob Sie ihm nicht Geld für die Bestechung von korrupten Beamten überweisen könnten. Nur ein paar hundert Dollar, was solls…

Eine Woche später meldet sich der ominöse Okavango wieder, und verlangt eine weitere Summe, um angeblich anfallende Gebühren oder Steuern zu zahlen. Sie bezahlen wieder brav die hundert Dollar.

Das Spielchen führt sich lange fort… weitere Gebühren, und weitere…

Sie haben es schon geahnt; Sie werden keine Millionen aus Nigeria bekommen. So lange Sie die Korrespondenz mit Mr. Okavango aufrecht erhalten, werden Sie immer wieder aufgefordert, Geld zu schicken. Obwohl viele solcher Emails nicht mehr aus Nigeria kommen, so bezeichnet man diese Art von Email Betrug immer noch als „Nigerianer“ oder „419“ Betrug; dem Betrugsparagraphen in Nigeria.

Ja, es gibt immer noch Leute die auf den „Nigerianer“ hereinfallen; viele Menschen  weltweit.

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2. Mehr als 95% von Binären Optionsseiten sind Lug und Trug

Der Handel mit Binären Optionen, also Währungen und Termingeschäfte mit Edelmetallen, usw. sind nichts anderes als Lug und Trug. Man handelt nicht am offiziellen Markt in Echtzeit, sondern spielt im Prinzip eine abgekartete Version von Online Roulette auf der betreffenden Webseite. Schlimmer noch als beim Roulette, bei Binären Optionsseiten gewinnt die Bank immer.

Aufmerksam wird man auf die ‚schnelle Art Reich zu werden‘ durch Anzeigen oder Promotionsvideos auf YouTube usw. Auch die Bewertungen zu den tollen Seiten sind in vielen, wenn nicht allen Fällen, getürkt. Sobald man sich für eine Newsletter o.ä. Informationen der betreffenden Seite angemeldet hat wird man aufgefordert eine Mindesteinzahlung zu tätigen. Sie verwenden die Ihnen ‚kostenlos‘ zur Verfügung gestellte Wunder-App und… verlieren.

Stellt man Nachforschungen im Internet über den oder die Betreiber der Webseite an, stellt man sehr schnell fest, daß es sich hierbei nicht um einen lizenzierten und überprüften Optionshändler, sondern um eine Betrüger- und Briefkastenfirma auf irgendeiner Karibikinsel handelt. Das gleiche gilt übrigens auch für die Seiten mit den Bewertungen; unseriöse ‚Affiliate‘-Seiten.

Seien Sie bei solchen kostenlosen Angeboten immer auf der Hut und abonnieren Sie keinen dieser Ratgeber die Ihnen auf die Schnelle Geld versprechen, ohne daß Sie dafür etwas tun müssen. Alle automatischen Apps oder ‚Autotrading‘ Bots sind 100% Betrug.

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3. Der Traumfrauenbetrug

Sie entschließen sich Ihre Traumfrau mit Hilfe einer Partnervermittlungsseite zu finden: Die perfekte Traumfrau, die Sie mit Haut und Haaren am besten verzehren möchte, die sich sofort und ohne Vorbedingungen mit Ihnen zum Date treffen möchte. Sie sind schon jetzt Feuer und Flamme!

Allerdings… braucht die junge perfekte Dame ein wenig Geld für den Flug und die Anreise um Sie überhaupt treffen zu können. Oh, und auch für die Übernachtung bräuchte Miss Perfect auch ein bisschen Kohle…

Und wie wird sich das große Date entwickeln? Überhaupt nicht. Die Traumfrau taucht erst überhaupt nicht auf, weil sie eben nicht real ist (Im Gegensatz zu L.I.S.A., der helle Wahnsinn…). Man hat sie mit einem beliebigen Traumfrauenbild aus dem Internet geködert und auf gut Deutsch beschissen.

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4. Der Kleinanzeigen Betrug

Sie versuchen etwas bei einem Onlineportal für Kleinanzeigen zu verkaufen – sagen wir ein Mountain Bike für €300. Kurz nachdem Sie die Anzeige geschaltet haben, findet sich auch schon ein potentieller Käufer:

„Senden Sie mir Ihre Adresse und ich sende Ihnen danach sofort einen Scheck im Wert von €1,500 für das Mountain Bike und die Überführungskosten nach Russland. Nachdem Sie den Scheck eingelöst haben senden Sie mir bitte €450 via Western Union an meine Logistikfirma.“

Sie sind begeistert! Sie bekommen einen Scheck per Post und lösen diesen dann sobald wie möglich ein… kein Problem.

Es gibt leider ein kleines Problem; der Scheck ist entweder gefälscht oder nicht gedeckt. Sie aber haben dem ‚Käufer‘ schon €450 überwiesen…Sollten Sie alles gemäß Anweisungen durchgeführt haben sind Sie sowohl €450 als auch Ihr Mountain Bike los.

Die Hinweise auf einen potentiellen Betrug sind jedoch so offensichtlich: (a) Man bietet Ihnen mehr Geld als Sie danach gefragt haben; (b) Sie sollen das Fahrrad in ein anderes Land verschicken; (c) Sie sollen auch die vom Käufer vorgeschlagene Logistikfirma verwenden.

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5. Das klassische ‚Phishing‘

Sie bekommen eine E-Mail von Ihrer Bank (oder Amazon, eBay, PayPal, Yahoo, usw.) die Ihnen darin erklärt, das es Probleme mit Ihrem Konto gibt. Man fordert Sie auf einen eingebetteten Link anzuklicken um so das Problem zu lösen. Tun Sie das nicht, so die Warnung in der E-Mail, wird Ihr Konto blockiert!

Sollten Sie den Link anklicken werden Sie auf eine clever gemachte Betrügerwebseite weitergeleitet die der echten Seite Ihrer Bank verdammt ähnlich sieht. Ahnungslos tragen Sie im ‚Login‘ Ihre Anmeldedaten und Paßwort ein und… geben so den Betrügern die Möglichkeit sich Ihrer Identität und möglicherweise auch Geldbeträgen habhaft zu werden!

Falls Ihnen eine solche E-Mail schon zu Beginn verdächtig erscheinen sollte, am besten sofort löschen und auf gar keinen Fall den Link anklicken. Rufen Sie danach am besten sofort persönlich bei Ihrer Bank an und lassen Sie sich bestätigen, das alles mit Ihrem Konto in Ordnung ist.

Normalerweise fällt einem auf den ersten oder zweiten Blick sofort auf, das die E-Mail eben nicht von der Bank, Amazon, o.a. Anbietern ist. Das Logo oder der Aufbau der Seite mag vielleicht dem Original ähneln… auf den zweiten Blick entpuppen sich diese jedoch als Fälschung oder das Logo ist veraltet:

Bei manchen Logos, wenn man den Mauszeiger darüber schweben läßt, erkennt man den Link auf die betreffende Webseite die geöffnet wird… falls man das Logo anklickt. Es entpuppt sich dann sofort, daß man nicht auf die Originalseite des entsprechenden Anbieters weitergeleitet wird.

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6. Die „In den Ferien ausgeraubt“ Betrügermasche

„Bei meinem Kurztrip in London ging alles was nur möglich war schief“, so die E-Mail eines Ihrer Freunde. „Man hat mich beklaut und alle meine persönlichen Dinge, auch meine Kreditkarten und Handy, sind weg. Ich brauche deine Hilfe damit ich wieder nach Hause komme und auch die Hotelrechnung bezahlen kann!“

Die E-Mail ist verwirrend, denn im Kopf der E-Mail ist die echte Adresse eines Ihrer Freunde, manches Mal sogar von nahen Verwandten oder Familienmitgliedern, angegeben.

Es erübrigt sich zu sagen, daß der betreffende Freund oder Bekannte sich eben nicht in London aufgehalten hat und ausgeraubt wurde.

Was ist passiert? Ihr Bekannter oder Freund hat sich Schadsoftware eingefangen die sein Adreßbuch durchforstet hat und die Daten an die Betrüger zurückgeschickt hat… ohne das der Betroffene davon überhaupt etwas bemerkt hat.

Falls Sie keinen jeglichen Verdacht an dem Wahrheitsgehalt der E-Mail haben sollten; ein Besuch bei Snopes.com wird Ihnen die Augen öffnen. Dort bekommt man u.a. folgenden Rat:

„Fragen Sie den Anrufer oder den Absender der E-Mail bestimmte Fragen die Ihnen nur Ihr Freund oder der betreffende Bekannte richtig beantworten könnte. Das können Spitznamen, Geburtsdaten, usw. sein. In der Regel werden Sie keine Rückantwort bekommen da solche Informationen den oder dem Betrüger nicht zur Verfügung stehen.

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7. Die ‚kostenlose‘ Kreditkarten-Betrugsmasche

Sie stellen bei Ihrem Blick auf Ihre finanzielle Situation fest, daß diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerade rosig aussieht – aber heute ist Ihr Glückstag! In einer E-Mail wird Ihnen eine Kreditkarte ohne jegliche Schufa-Auskunft und vielen Fragen, einfach so, angeboten.

Alles was Sie zum Erhalt der Kreditkarte tun müssen ist die Jahresgebühr im Voraus zu zahlen.

Können Sie sich schon denken was als nächstes passiert? Na klar: Nachdem Sie die Jahresgebühr bezahlt haben, werden Sie nie wieder vom Anbieter hören. Kostenlose Kreditkarten ohne Auskunft von der Schufa… die bekommen Sie in Deutschland nicht.

Ähnliche Betrugsmaschen sind solche, bei denen man Ihnen einen Lottogewinn verspricht, Ihnen eine totsichere Investition ohne Risiko anbietet, oder Ihnen einen Traumjob offeriert – alles Lug und Trug.
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8. Die Gewinnspiel Betrügermasche

„Endlich, wir haben Sie, den glücklichen Gewinner ausfindig machen können!“ So oder ähnlich heißt es in einer E-Mail.

Und so einfach ist es für Sie sich den Gewinn auszahlen zu lassen – Sie senden einfach Ihre Anschrift via E-Mail zurück und bald kommt ein Scheck in Millionenhöhe! Einzig und alleine eine kleine ‚Verwaltungsgebühr‘ wird fällig… Sie erkennen es schon? 😉

Falls Sie wirklich nach dem Bezahlen der ‚Gebühren‘ einen Scheck in der Post bekommen sollten, dann ist dieser gefälscht oder nicht gedeckt. Zu den Gewinnern gehören einzig und alleine diejenigen, denen Sie auf den Leim gegangen sind.

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9. ‚Geld-bequem-daheim-verdienen‘ Betrug

Nach alle den bisherigen Beispielen sollten Sie jetzt schon gegen jede Art von Betrug gefeit sein. Alle Internet Betrugsmaschen funktionieren nach dem gleichen Schema.

Bei der ‚Geld-bequem-daheim-verdienen‘ Masche wird man immer wieder mit den tollen Resultaten oder Bewertungen von x-beliebigen Hausfrauen konfrontiert die in der Stunde €100 oder mehr verdienen. Um welche Tätigkeit(en) es sich dabei handelt… das weiß  wohl nur der Geier.

Wie dem auch sei, irgendwas müssen Sie vorab schon erwerben oder dafür bezahlen um eben ‚erfolgreich‘ von daheim aus Geld verdienen zu können.

Sie senden dem Anbieter (Arbeitgeber?!) Ihre Kohle und raten Sie mal was Sie dafür bekommen?

Richtig, absolut nichts! Vielleiht ein PDF Dokument als Ratgeber… wenn die Betrüger sich solche Mühe überhaupt gemacht haben.

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10. ‚Auf Ihrem PC ist Schadsoftware‘ Betrügermasche

Sie surfen im Web und auf einmal erscheint eine Pop-Up Meldung die Ihnen mitteilt, daß sich eine bösartige Schadsoftware auf Ihrem Rechner befindet. Sie werden eingeladen sofort und ohne Umschweife auf einen Link zu klicken der dann sofort mit dem Echtzeitscan Ihres Systems beginnen wird.

Überraschung! Tatsächlich findet sich sogar ein bösartiger Virus!

Und jetzt das tolle Angebot – wenn Sie €50 an die mysteriöse Firma überweisen, sorgt diese auch dafür, daß die elektronischen Schädlinge ausgemerzt werden.

Sollten Sie tatsächlich so naiv gewesen sein €50 für diese Art von Schadsoftwareentfernung bezahlt zu haben… dann wird Ihnen wahrscheinlich ein Virus oder Spionagesoftware aufgespielt… und eben nicht entfernt!

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11. ‚Bitte  mit einer Spende helfen‘ Betrug

Die Welt ist ein gefährlicher Ort; jedes Mal wenn es zu einer Katastrophe kommt, gibt es Menschen denen man in ihrer Not helfen sollte.

Leider gibt es aber auch gewissenlose Betrüger die daran verdienen möchten.

Falls Sie, nach einer aktuellen Katastrophe, eine E-Mail zum Spendenaufruf mit ‚nur einem Klick‘ finden sollten… sofort löschen! Wenn Sie Opfern oder in Not geratenen Menschen helfen wollen, gehen Sie bitte direkt zur offiziellen Webseite der entsprechenden Hilfsorganisation.

Keine der aufgezeigten Betrügermaschen sind neu; keine davon irgendwie überraschend. In den Zeiten vor dem Internet gab es schon immer ‚Nepper, Schlepper, Bauernfänger‘, vor denen Eduard Zimmerman in seiner Sendung ‚Vorsicht Falle!‘ die Zuschauer gewarnt hatte.

Es liegt leider in der Natur des Menschen das er gierig ist und sich auch nicht davon abbringen läßt auf solche Betrügereien hereinzufallen oder davon zu profitieren. Angebote die zu schön um wahr zu sein erscheinen… einfach die Finger davon, pardon, den Mausklick, weg lassen.

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